Sehenswürdigkeiten
La Zarza und La Zarzita
Im Norden La Palmas, nahe der Ortschaft Llano Negro, befinden sich die Petroglyphen La Zarza und La Zarzita - die erst vor wenigen Jahren entdeckten Felszeichnungen der palmerischen Ureinwohner. Von Archäologen werden diese Funde als sehr kostbar und bedeutsam eingestuft. Die Zeichnungen zeigen zum einen geometrische Muster und zum anderen eine Frauen- und eine Männergestalt.
Lorbeerwald von Los Tilos
In früheren Zeiten waren weite Teile Las Palmas von Lorbeerwäldern bedeckt. Um die Restbestände zu schützen, wurden spezielle Bereiche von der Inselregierung unter Schutz gestellt. Etwas westlich vom Provinzort Las Sauces im Nordosten von La Palma befinden sich die Lorbeerwälder von Los Tilos. Dieses Gebiet ist seit 1983 von der UNESCO als Biosphärenreservat ausgewiesen. Man erreicht es, indem man von Las Sauces etwa einen Kilometer südlich auf der Hauptstraße fährt und dann rechts in einen schmalen Weg in Richtung Barranco del Agua abbiegt und diesen Weg bis zum Ende zu einem Forsthaus mit Parkplatz weiterfährt. Vom Parkplatz aus führen verschiedene Wanderwege in den weitläufigen Wald hinein. Der Lorbeerwald von Los Tilos gilt als das größte Areal an authentischem Lorbeerwald auf den gesamten Kanaren. Das von der UNESCO ausgewiesene Reservat soll unter Umständen sogar noch deutlich ausgeweitet werden.
Caldera de Taburiente
Die Hauptattraktion La Palmas ist für viele Kenner die Caldera de Taburiente. Dieser von über 2.000 Metern hohen Wänden eingefasste vulkanische Kraterkessel ist nach Schätzungen von Experten zwei bis vier Millionen Jahre alt. Verschiedene Wandertouren - zum Teil auch mehrtägig - führen durch dieses einzigartige Naturschauspiel. Auch für erfahrene Bergwanderer ist die Caldera mit ihren vielen Seitentälern eine ganz besondere Herausforderung. Es wird dabei jedoch dringend empfohlen, die Caldera niemals alleine zu bewandern und sich idealerweise geführten Wandergruppen anzuschließen. Mehrere Unternehmen bieten entsprechende Leistungen an. Im Park selbst gelten für Besucher strenge Verhaltensregeln, um dieses wunderbare Areal zu schützen. Der Krater wird von üppigen Kiefernwäldern und vielen Bächen durchzogen. Im Jahre 1954 erklärte die spanische Regierung die Caldera de Taburiente zum Nationalpark, dessen Fläche 1981 bis auf fast 4.700 ha. ausgedehnt wurde. Der Nationalpark beherbergt auch den höchsten Berg La Palmas – den 2.426 Meter hohen Roque de los Muchachos.
La Cumbrecita
La Cumbrecita ist ein etwa 1.287 Meter hoher Berg am Rand des Nationalparks Caldera de Taburiente. Von hier aus hat man eine grandiose Aussicht in den vegetationsreichen Nationalpark und kann zu schönen Wanderungen starten.
Vulkane San Antonio und Teneguia
Im Süden La Palmas finden sich auch heute noch die deutlichsten Spuren des vulkanischen Ursprungs der Insel. Die gesamte Region weist eine einzigartige vulkanische Landschaft, in deren durch Schlacke, Asche und Vulkangestein geprägten Hanglagen, ein vorzüglicher Wein angebaut wird. Besondere Attraktion sind die beiden Vulkane San Antonio und Teneguia. Der Vulkan San Antonio, der zuletzt 1677/78 ausbrach, ist mit einer Höhe von 657 Metern sicherlich der imposanteste im gesamten Süden La Palmas. Auf Wanderwegen kann der Vulkan bis zum Kraterrand erkundet werden. Von oben hat man einen herrlichen Blick über die gesamte Vulkanlandschaft im Süden der Insel und bei gutem Wetter sogar bis zu den Nachbarinseln Gomera und Hierro.
Etwas weniger imposant, aber nicht minder spannend ist der Nachbarvulkan Teneguia, der auf einem Wanderweg ebenfalls gut erkundet werden kann. Beeindruckend ist für den Besucher vor allem die Vorstellung, dass dieser Vulkan zuletzt im Jahre 1971 ausbrach, und damit den letzten massiven Ausbruch eines Vulkans auf den Kanarischen Inseln darstellte. Der Ausbruch dauerte damals drei Wochen, ein Lavastrom ergoß sich Richtung Meer. Noch heute spürt man die auffällige Wärme des Gesteins und zeitweise entweichen auch noch Dämpfe aus dem Inneren.
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